Cluster BIOKATALYSE2021
Nachhaltige Biokatalyse auf neuen Wegen

Neue Entwicklungen für die Industrielle Weiße Biotechnologie

Unsere Akteure

In regelmäßigen Abständen präsentieren wir die Menschen von BIOKATALYSE2021. Viel Spaß beim Lesen!

»Das wahre Gold der Erde ist weder gelb noch schwarz, sondern lebendig.«

Garabed Antranikian zu den Chancen der Biotechnologie im Forum „Chemie macht Zukunft“
Professor Antranikian, Sie als Biotechnologe erforschen intensiv Einzeller, die in unwirtlichen Gegenden wie dem Polareis oder in der Tiefsee leben. Was ist so interessant an solchen Mikroorganismen?
Diese winzigen Lebewesen haben sich über Jahrmillionen an Standorte angepasst, in denen andere Organismen nicht gedeihen können. Sie sind robust gegenüber Kälte, Hitze oder hohem Druck und vermehren sich auch in sehr sauren oder stark salzhaltigen Umgebungen. Wir wollen verstehen, welche biochemischen Prozesse ihren Stoffwechsel auch unter solch extremen Bedingungen am Laufen halten, und davon lernen.

mehr...

Karrierewege
Christine Lang über „gute“ Mikroorganismen und ihre Unternehmensgründung

Frau Professorin Lang, die meisten Menschen wollen den Kontakt mit Bakterien um jeden Preis vermeiden. Sie haben eine Firma gegründet, mit der Sie gezielt nach Bakterien suchen. Warum?
Wir suchen nach Bakterien-Stämmen für die Anwendung im Lebensmittelbereich, in der Kosmetik, im Pharmabereich und in der Weißen Biotechnologie. Unser Ziel ist es, bei „guten“ Mikroorganismen Eigenschaften zu finden, die man für neue Produkte nutzen kann. Als gut bezeichnen wir zum Beispiel Milchsäurebakterien, die man aus dem Joghurt oder Sauerkraut kennt, oder Hefen zur Herstellung von Getränken. Im Idealfall sollten Bakterien mit einer positiven Wirkung über schädliche Keime dominieren. Mit den Kenntnissen, die ich aus der Molekularbiologie und der Mikrobiologie mitgebracht habe, suchen wir in unserer Bakteriensammlung nach den Diamanten.

mehr...

Im Profil
Uwe Bornscheuer: Chemikalien umweltschonend herstellen

Bei Professor Uwe Bornscheuer dreht sich alles um die Weiße Biotechnologie. Für industrielle Anwendungen entwickelt der Greifswalder Professor Enzyme in allen Varianten. Seine Motivation ist dabei klar definiert: „Frei von Erdöl, umweltschonend und energiesparend“ müssen die Verfahren sein, um den Ansprüchen des Wissenschaftlers zu genügen. Inzwischen treibt der studierte Chemiker gezielt Biotech-Ausgründungen aus seinem Arbeitskreis heran.

mehr...

Verfahrensingenieurin Stephanie Peper macht Druck

Für eine maximale Produktausbeute optimiert und entwickelt Stephanie Peper neue Verfahren. Unter Hochdruck steuert sie dabei auf reine Wertstoffgewinnung.
Dr. Stephanie Peper arbeitet an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg am Institut für Verfahrenstechnik unter der Leitung von Professor. Bernd Niemeyer.
Sie sind Verfahrenstechnikerin. Was fasziniert Sie an dieser Disziplin besonders?
Die unglaubliche Vielfalt an Problemstellungen. Als Verfahrensingenieur ist man im Prinzip an allen Herstellungsverfahren beteiligt, in welchen mittels chemischer, biologischer oder physikalischer Prozesse hochwertige Produkte hergestellt werden.

mehr...

„Uns stehen alle Türen offen“ – Kai-Oliver Mutz

Im 2021-Interview erzählt Kai-Oliver Mutz, Life Science-Student an der Universität Hannover, wie er zur Biotechnologie gekommen ist, wo er damit hin will – und wie das Studium für ihn gelaufen ist.
Herr Mutz, wie sind Sie zum Biotechnologen geworden?
Na ja, ehrlich gesagt, bin ich ja noch gar nicht ganz fertig mit meinem Studium. Damals wollte ich eigentlich Chemie oder Biochemie studieren. Deshalb habe ich zu Anfang auch einen Schnupperkurs der Universität Hannover zu den beiden Studiengängen mitgemacht. Und da wurde dann auch zufällig die Fachrichtung Life Science vorgestellt. Tja, ich war sofort interessiert. Die Bioreaktoren haben gleich meine Fantasie beflügelt. Das sah so aus, als könnte ich meine Leidenschaft für Schraubertätigkeiten mit dem Interesse für Biologie verbinden.

mehr...

Im Profil
Alexander Schenk und Kang Lan Tee: Lenker der Enzym-Evolution

„Als Forscher wird man geboren“ findet Alexander Schenk, Doktor für Mikrobiologie an der Jacobs University Bremen. „Man muss einen Draht dazu haben.“ Die schon frühe Neigung, Zusammenhänge erkennen zu wollen, und sehr viel Neugier auf die Prozesse der Natur brachten ihn zuerst zu einem Biologiestudium und später in die Geschäftsleitung von SeSaM-Biotech, einer Firma, die Enzyme optimiert. Im Oktober 2008 wurde die Firma als ein Spin-Off der Jacobs University Bremen ausgegründet. Inzwischen hat der promovierte Mikrobiologe in der Biotechnologin Kang Lan Tee aus Singapur eine Geschäftspartnerin und keinen Mangel an Aufträgen.

mehr...

BIORAFFINERIE2021 News

International Conference on Polygeneration Strategies with special Focus on Integrated Biorefineries

Internationale Konferenz ICPS in Leipzig: Status quo und Zukunftsperspektiven integrierter Bioraffinerien

Die 10te internationale Konferenz "on Polygeneration Strategies" legt ihren Fokus in diesem Jahr auf den Stand der Forschung bei der Entwicklung integrierter und nachhaltiger Bioraffineriekonzepte. BIORAFFINERIE2021-Akteur und Chairman der ICPS Prof. Dr. Martin Kaltschmitt eröffnet die dreitägige Veranstaltung am 7. September in Leipzig. Experten aus aller Welt stellen die unterschiedlichen Nutzungspfade und Konversionstechniken für eine effiziente Biomasseverwertung vor. Bioraffinerien auf Lignocellulose-Basis sind ein zentrales Thema der Vorträge und begleitenden Postersession.
8. Frankfurter Kinder-Uni - Artenvielfalt, Energie- und Wasserressourcen

Kinder erkunden die Wissenschaft: "Warum man mit Hefe nicht nur Kuchen backen kann"

Vom 13. bis 17. September ist das Audimax der Frankfurter Goethe-Universität wieder Schauplatz für Forschungs- und Entdeckungsreisen der kleinen Nachwuchswissenschaftler. Die Frankfurter Kinder-Uni bietet wieder eine Menge interessanter Einblicke in den Forschungsalltag der Wissenschaftler. Prof. Eckard Boles vom BIORAFFINERIE2021-Cluster zeigt den jungen Zuhörern, wie aus Pflanzenabfällen umweltfreundliche Biokraftstoffe entstehen können.
biocat 2010 International Congress on Biocatalysis, vom 29. August bis zum 2. September in Hamburg

Internationaler Kongress biocat 2010 an der TUHH - Session Bioraffinerie am 1.9.

Am 1. September, dem vierten Kongresstag, widmet sich die biocat den Schwerpunktthemen Bioraffinerie und Bioprocess Engineering. Congress Chairman Professor Garabed Antranikian hat Experten aus aller Welt zur Vorstellung ihrer Forschungsergebnisse zusammengebracht, darunter in dieser Session Dr. Martin Keller vom TUHH-Partnerinstitut Oak Ridge National Laboratory in den USA. Dr. Ulrich Kettling vom BIORAFFINERIE2021-Cluster referiert um 9:30 Uhr über integrierte Prozesse für die Herstellung von Biokraftstoffen und chemischen Produkten aus pflanzlichen Rohstoffen.

Bundesregierung über die Zukunft der stofflichen Nutzung von Biomasse in Bioraffinerien

Im Bundestag notiert: Markteinführung von Bioraffinerien

Nach Ansicht der Bundesregierung ist derzeit noch kein konkreter Zeitpunkt für eine Markteinführung industrieller Bioraffinerien abzuschätzen, die eine stofflich-energetisch gekoppelte Verwertung anstreben. Der Fokus liege bisher auf verstärkter Forschungstätigkeit wie in den Pilotanlagen der BIORAFFINERIE2021-Akteure Süd-Chemie in Straubing (in Planung) und CropEnergies in Zeitz. Insbesondere das Potenzial der stofflichen Nutzung bei der Substitution von Erdgas und Kohle soll in diesem Zusammenhang zunehmend genutzt werden.

Biokraftstoff-Fachgespräch am 15.9.2010 in Leipzig

"Biokraftstoffe – Vom Sündenbock zum Vorreiter bei der Setzung von Nachhaltigkeitskriterien"

Das Deutsche BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) aus dem Cluster BIORAFFINERIE2021 ist einer der Organisatoren der vierten Biokraftstoff-Fachgespräche am 15. September 2010 in Leipzig. Diesmal werden die Aspekte "Tank versus Teller –Biokraftstoffe und Nahrungsmittel ist möglich", "Potenziale, Flächenverfügbarkeit, Möglichkeiten der Kaskadennutzung", "Bodenfruchtbarkeit und Biokraftstoffproduktion", "Nachhaltigkeit von Biokraftstoffoptionen" und "Zertifizierungssysteme - Stand und Perspektiven" thematisiert.


RSS-Feed Biotechnologie.de

Mit Insulin gegen Diabetes impfen

Mit der großangelegten PRE-POINT-Studie wollen Biomediziner untersuchen, ob sich Kinder gegen Diabetes-Typ1 impfen lassen, in dem sie vorbeugend Insulin einnehmen. Koordiniert wird die weltweite Studie in Dresden.

Heinrich Leonhardt: Entschlüsselung des epigenetischen Codes

Heinrich Leonhardt gehört in Deutschland zu den profiliertesten Experten im schnell wachsenden Zweig der Epigenetik. Seit 2002  erforscht er die chemische Modifikation des Erbguts an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Großhirn-Evolution: Gemeinsame Wurzeln bei Mensch und Wurm

Heidelberger Forscher haben einen genetischen Atlas von Hirnstrukturen des Meeresringelwurms angefertigt. Das verblüffende Ergebnis: Bestimmte Strukturen sind dem menschlichen Großhirn sehr viel ähnlicher als angenommen. Offenbar hatten Menschen und Würmer in der Evolution einen gemeinsamen Vorfahren.

Proteinfabriken im Energiesparmodus

Münchner Biochemiker haben erstmals beobachtet, wie Bakterien nährstoffarme Zeiten überdauern und dazu die Protein-Produktion zurückfahren.

Zusammensetzung des Zentrosoms aufgeklärt

Berliner Forscher haben mit Kollegen aus Heidelberg und Jena die genaue Eiweiß-Zusammensetzung des Zentrosoms bei Fruchtfliegen aufgeklärt.


|transkript.de: Aktuelle Nachrichten

Meldung des Tages: Protagen und Pevion erhalten jeweils 10 Mio. Euro

Fast im Gleichschritt finanzieren sich die deutsche Protagen AG und die Schweizer Pevion AG. Beide...

BioCat Award 2010 für Karl-Heinz Maurer

Karl-Heinz Maurer ist mit dem BioCat Award 2010 in der Kategorie „Industrielle Forschung“...

Santhera findet zweiten Entwicklungspartner für Fipamezole

Ipsen wird die Entwicklung und Vermarktung von Santheras Parkinson-Medikament außerhalb der USA,...

MorphoSys startet Antibiotika-Programm mit Absynth Biologics

Die Münchener MorphoSys AG und die britische Absynth Biologics AG arbeiten zusammen, um Therapien...

Roche weiht 136-Millionen-Neubau am Biologics-Standort Penzberg ein

Der Pharmakonzern Roche hat am Standort Penzberg ein 136 Millionen Euro teures Gebäude für die...


Neue Entwicklungen für die Industrielle Weiße Biotechnologie