Cluster BIOKATALYSE2021
Nachhaltige Biokatalyse auf neuen Wegen
Neue Entwicklungen für die Industrielle Weiße Biotechnologie
30. Mai 2007 - BMBF Cluster-Wettbewerb BioIndustrie 2021 entschieden: BIOKATALYSE2021 erhält Zuschlag - neue Entwicklungen für die industrielle weiße Biotechnologie
Helmut Thamer und Garabed Antranikian
Das im Rahmen des BMBF Cluster-Wettbewerbs BioIndustrie 2021 vorgeschlagene Clusterkonzept "Nachhaltige Biokatalyse auf neuen Wegen - BIOKATALYSE2021" hat sich zum Ziel gesetzt, durch ein interdisziplinäres Netzwerk basierend auf technischen Kernkompetenzen, Verbesserungen in den Bereichen wirtschaftliche Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungssituation zu erreichen.
Hieran beteiligen sich 15 global agierende Großunternehmen, 19 Unternehmen aus dem KMU-Bereich sowie 22 Forschergruppen aus Hochschulen und Forschungszentren. Das Konsortium wird wissenschaftlich von Prof. Dr. Garabed Antranikian, Technische Universität Hamburg-Harburg, koordiniert; das Mandat für das Management haben die Partner TuTech Innovation GmbH übertragen.
Garabed Antranikian betont "die wissenschaftliche Expertise in diesem Cluster ist einzigartig und setzt Meilensteine in der Weißen Biotechnologie. Durch die ausgewogene Einbindung von wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Partnern, Großindustrie, KMU, Hochschulen und Forschungszentren, sowie Innovations- und Wirtschaftsförderagenturen wird ein hohes Maß an Nachhaltigkeit auch nach Ablauf der Förderperiode gewährleistet." Der TuTech-Geschäftsführer Dr. Helmut Thamer unterstreicht "dieses Cluster macht die Weiße Biotechnologie im Norden weithin sichtbar".
Pressemitteilung des BMBF vom 30.5.2007
30.5.07 Die Sieger stehen fest!
Thomas Rachel stellte im Rahmen der Konferenz in Köln die Sieger des BMBF-Wettbewerbs zur Weißen Biotechnologie vor. Die neu gestartete BMBF-Cluster-Initiative "BioIndustrie 2021" soll weitere erhebliche Investitionen - insbesondere von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft - für die Forschung und Entwicklung in der Weißen Biotechnologie mobilisieren. Im Rahmen des Wettbewerbs werden Netzwerke aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen gebildet, die in der Lage sind, Ideen aus Hochschulen und Forschungsinstituten schnell als Produkte auf den Markt zu bringen. Hierfür stehen bis zu 60 Millionen Euro Projektfördermittel zur Verfügung - gemeinsam mit dem Beitrag aus der Industrie soll das Gesamtvolumen der Projekte rund 150 Millionen Euro betragen. Als Sieger des Cluster-Wettbewerbs "BioIndustrie 2021" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wurden am Mittwoch von der Jury folgende Cluster aus ursprünglich 19 Ideenskizzen ausgewählt:
Je 20 Millionen Euro gehen an:
BIOKATALYSE2021 - Nachhaltige Biokatalyse auf neuen Wegen
CLIB 2021: Cluster Industrielle Biotechnologie
10 Millionen Euro gehen an:
Biopolymere / Biowerkstoffe
Je 5 Millionen Euro gehen an:
Industrielle Prozesse mit biogenen Building Blocks und Performance Proteinen (IBP)
Integrierte BioIndustrie: Umsetzungskonzept für den Aufbau eines Clusters der industriellen Biotechnologie
BMBF Cluster-Wettbewerb - BioIndustrie 2021
Das BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) will mit dem Wettbewerb BioIndustrie 2021 drei Forschungsverbünde auswählen, in denen regionale und überregionale Kompetenzen auf dem Gebiet der Weißen Biotechnologie zusammenwirken sollen. Insgesamt 19 Konsortien mit insgesamt 380 Unternehmen und 140 Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland hatten sich für die erste Stufe des Wettbewerbs beworben.
Insgesamt 6 Clustervorschläge wurden für eine Weiterentwicklung der Konzepte vorgeschlagen. Mit dabei auch das Projektkonsortium "Nachhaltige Biokatalyse auf neuen Wegen - BIOKATALYSE2021". In der zweiten Stufe sollen auf Basis der besten Konzepte FuE-Vorhaben zur Clusterbildung für einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren anteilig gefördert werden. Die Bekanntgabe der Entscheidung erfolgt am 29./30. Mai in Köln.
Auszug aus BMBF-Pressemitteilung vom 21.12.2006
Forschungsministerium mobilisiert finanzielles Engagement der Wirtschaft. Über 380 Unternehmen und 140 Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland haben sich bereits an den beiden Wettbewerben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Weißen Biotechnologie beteiligt. Die ersten Entscheidungen für die Förderung sind jetzt gefallen.
Geförderte Cluster der ersten Stufe
- "Biopolymere / Biowerkstoffe" lösungsorientiert - länderübergreifend - kompetent, BIOPRO Baden-Württemberg GmbH, 70174 Stuttgart
- Cyclische Peptide und Depsipeptide aus höheren Pilzen: Eine wenig untersuchte Wirkstoff-Gruppe mit viel versprechenden Anwendungsmöglichkeiten in Landwirtschaft, Pharma und Tiergesundheit, Institut für Biotechnologie und Wirkstoff-Forschung, 67663 Kaiserslautern
- Industrielle Prozesse mit biogenen Building Blocks und Performance Proteinen, BioM Biotech Cluster Development GmbH, 82152 Martinsried
- Integrierte BioIndustrie: Entwicklung eines Clusterkonzepts zur Entwickung einer Strategie zum Einsatz der Weißen Biotechnologie in ausgewählten Industriebranchen, Frankfurt Bio Tech Alliance e.V., 60438 Frankfurt
- Nachhaltige Biokatalyse auf neuen Wegen, TuTech Innovation GmbH, 21079 Hamburg
- Weiße Biotechnologie für Innovation und Nachhaltigkeit WeBINa2021, Creavis Science to Business Center Biotechnologie, 45764 Marl
Wettbewerb-Fahrplan
Phase 1| Abgabe Antrag: | 08.11.2006 |
| Bekanntgabe: | 21.12.2006 |
Phase 2
| Abgabe Antrag: | 18.04.2007 |
| Entscheidung: | 30.05.2007 |
Richtlinien
BIORAFFINERIE2021 News
Internationale Konferenz ICPS in Leipzig: Status quo und Zukunftsperspektiven integrierter Bioraffinerien
Die 10te internationale Konferenz "on Polygeneration Strategies" legt ihren Fokus in diesem Jahr auf den Stand der Forschung bei der Entwicklung integrierter und nachhaltiger Bioraffineriekonzepte. BIORAFFINERIE2021-Akteur und Chairman der ICPS Prof. Dr. Martin Kaltschmitt eröffnet die dreitägige Veranstaltung am 7. September in Leipzig. Experten aus aller Welt stellen die unterschiedlichen Nutzungspfade und Konversionstechniken für eine effiziente Biomasseverwertung vor. Bioraffinerien auf Lignocellulose-Basis sind ein zentrales Thema der Vorträge und begleitenden Postersession.Kinder erkunden die Wissenschaft: "Warum man mit Hefe nicht nur Kuchen backen kann"
Vom 13. bis 17. September ist das Audimax der Frankfurter Goethe-Universität wieder Schauplatz für Forschungs- und Entdeckungsreisen der kleinen Nachwuchswissenschaftler. Die Frankfurter Kinder-Uni bietet wieder eine Menge interessanter Einblicke in den Forschungsalltag der Wissenschaftler. Prof. Eckard Boles vom BIORAFFINERIE2021-Cluster zeigt den jungen Zuhörern, wie aus Pflanzenabfällen umweltfreundliche Biokraftstoffe entstehen können.Internationaler Kongress biocat 2010 an der TUHH - Session Bioraffinerie am 1.9.
Am 1. September, dem vierten Kongresstag, widmet sich die biocat den Schwerpunktthemen Bioraffinerie und Bioprocess Engineering. Congress Chairman Professor Garabed Antranikian hat Experten aus aller Welt zur Vorstellung ihrer Forschungsergebnisse zusammengebracht, darunter in dieser Session Dr. Martin Keller vom TUHH-Partnerinstitut Oak Ridge National Laboratory in den USA. Dr. Ulrich Kettling vom BIORAFFINERIE2021-Cluster referiert um 9:30 Uhr über integrierte Prozesse für die Herstellung von Biokraftstoffen und chemischen Produkten aus pflanzlichen Rohstoffen.
Im Bundestag notiert: Markteinführung von Bioraffinerien
Nach Ansicht der Bundesregierung ist derzeit noch kein konkreter Zeitpunkt für eine Markteinführung industrieller Bioraffinerien abzuschätzen, die eine stofflich-energetisch gekoppelte Verwertung anstreben. Der Fokus liege bisher auf verstärkter Forschungstätigkeit wie in den Pilotanlagen der BIORAFFINERIE2021-Akteure Süd-Chemie in Straubing (in Planung) und CropEnergies in Zeitz. Insbesondere das Potenzial der stofflichen Nutzung bei der Substitution von Erdgas und Kohle soll in diesem Zusammenhang zunehmend genutzt werden.
"Biokraftstoffe – Vom Sündenbock zum Vorreiter bei der Setzung von Nachhaltigkeitskriterien"
Das Deutsche BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) aus dem Cluster BIORAFFINERIE2021 ist einer der Organisatoren der vierten Biokraftstoff-Fachgespräche am 15. September 2010 in Leipzig. Diesmal werden die Aspekte "Tank versus Teller –Biokraftstoffe und Nahrungsmittel ist möglich", "Potenziale, Flächenverfügbarkeit, Möglichkeiten der Kaskadennutzung", "Bodenfruchtbarkeit und Biokraftstoffproduktion", "Nachhaltigkeit von Biokraftstoffoptionen" und "Zertifizierungssysteme - Stand und Perspektiven" thematisiert.
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Mit der großangelegten PRE-POINT-Studie wollen Biomediziner untersuchen, ob sich Kinder gegen Diabetes-Typ1 impfen lassen, in dem sie vorbeugend Insulin einnehmen. Koordiniert wird die weltweite Studie in Dresden.
Heinrich Leonhardt gehört in Deutschland zu den profiliertesten Experten im schnell wachsenden Zweig der Epigenetik. Seit 2002 erforscht er die chemische Modifikation des Erbguts an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.
Heidelberger Forscher haben einen genetischen Atlas von Hirnstrukturen des Meeresringelwurms angefertigt. Das verblüffende Ergebnis: Bestimmte Strukturen sind dem menschlichen Großhirn sehr viel ähnlicher als angenommen. Offenbar hatten Menschen und Würmer in der Evolution einen gemeinsamen Vorfahren.
Münchner Biochemiker haben erstmals beobachtet, wie Bakterien nährstoffarme Zeiten überdauern und dazu die Protein-Produktion zurückfahren.
Berliner Forscher haben mit Kollegen aus Heidelberg und Jena die genaue Eiweiß-Zusammensetzung des Zentrosoms bei Fruchtfliegen aufgeklärt.
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Karl-Heinz Maurer ist mit dem BioCat Award 2010 in der Kategorie Industrielle Forschung...
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Video: Mikroorganismen aus der Tiefsee
